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Neue Vorhaben für 2017?
Von: Arnd Wilke 23.01.2017
  Landesjugendring NRW fordert den Jugendcheck!

Düsseldorf, 17.01.2017 Von Brexit bis Trump-Wahl: Viele gravierende politische Ereignisse wurden im letzten Jahr mehrheitlich von den älteren Wähler_innen entschieden, während die Jüngeren gerne anders gewählt hätten. Doch ihr Einfluss ist nicht nur aus demografischen Gründen gering. Umso wichtiger, dass die Politik die Perspektive junger Menschen im Blick hat. Als Instrument dafür fordert der Landesjugendring NRW den Jugendcheck.


Kinder und Jugendliche sind von den Auswirkungen vieler Entscheidungen betroffen, die auf Landesebene gefasst werden und das für einen besonders langen Zeitraum. Gleichzeitig haben sie, im Gegensatz zu anderen, besonders wenige Möglichkeiten der Einflussnahme. Ohne Wahlrecht sind gerade die unter 18-Jährigen nur bedingt eine für Politiker_innen relevante Gruppe.


"Wir fordern die Entwicklung eines Jugendchecks für NRW. Damit würde sich der Landtag verpflichten, bei seinen Entscheidungen zu überprüfen, welche Folgen sie für junge Menschen in NRW und nachfolgende Generationen haben", erklärt Sarah Primus, Vorsitzende des Landesjugendrings NRW.


Elemente des Jugendchecks


Der Landesjugendring NRW schlägt vor, die drei Säulen der UN-Kinderrechtskonvention, also die Rechte auf Schutz, Förderung und Beteiligung, als Ausgangspunkt für die Entwicklung eines Jugendchecks in Nordrhein-Westfalen zu nehmen. "Die UN-Kinderrechtskonvention ist in Deutschland geltendes Recht und somit auch der Vorrang des Kindeswohls. Insofern würde der Jugendcheck Politik und Verwaltung dabei unterstützen, den eigenen Maßstäben gerecht zu werden", ergänzt Christian Brüninghoff, Referent für Jugendpolitik.


über #jungesnrw

Die im Landesjugendring NRW zusammengeschlossenen Verbände wollen im Rahmen der Kampagne "#jungesnrw Perspektive für alle!" mit den Abgeordneten insbesondere zu den Themen Mitwirkung, Freiräume, gegen Rechts, soziale Teilhabe, Jugendcheck, Nachhaltigkeit, Bildung und Jugendverbandsarbeit ins Gespräch kommen. Dazu heben sie mit der "Forderung des Monats" jeweils ein Thema besonders hervor, im Januar ist es die Forderung nach einem Jugendcheck. Neben den inhaltlichen Fragen betonen sie, dass sie für ihre Arbeit eine Erhöhung der Finanzmittel von mindestens 20 Prozent benötigen, um Kostensteigerungen auszugleichen und den Anforderungen gerecht zu werden.
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Letzte Änderung:
17.11.2017

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