Projekt 2013

Der Jugendkongress am 24. Januar 2014 im Düsseldorfer Landtag - ein kleiner Bericht...

Am 23.11.2013 fand in Herford unser Jugendforum zum Thema „Freizeit und Ehrenamt“ statt. Zwar hätten wir uns über eine höhere Teilnehmerzahl gefreut, aber die Jugendlichen, die gekommen waren haben wirklich toll mitgearbeitet und haben (nicht nur zum eigentlichen Thema) eigene Ideen, Gedanken und Wünsche formuliert. Dabei wurde ganz sachlich, aber vor allem auch aus der eigenen Erfahrung und dem eigenen Lebensalltag heraus argumentiert.

Ziel war es, politische Forderungen zu formulieren, die jetzt beim Jugendkongress im Düsseldorfer Landtag von unseren beiden Delegierten Louisa und Jona (beide 16 Jahre alt und aus Vlotho) weiterentwickelt und vertreten wurden.
Früh um kurz vor 7 Uhr ging es am 24. Januar los im Zug nach Düsseldorf. Begleitet von Carsten Balsfulland (KJR Herford e.V.), der sich schon in der Organisation und Durchführung unseres Jugendforums engagiert hatte, trafen die „Jungdelegierten“ gerade rechtzeitig zum Beginn der Veranstaltung ein.
Während Louisa und Jona, wie es sich gehört, direkt im Plenarsaal mit über 200 anderen Jugendlichen aus ganz NRW Platz nahmen, war Carsten, wie all die anderen erwachsenen Begleiter, auf den Rang verwiesen. Der Sitzungssaal sollte allein den Jugendlichen gehören an diesem Tag.
„Die Sessel sind total bequem und es war schon ein tolles Gefühl da zu sitzen, nur wir Jugendlichen unter uns, wie sonst die Abgeordneten, das fühlte sich ziemlich „erwachsen“ an.“ sagt Louisa, „Dabei herrschte während der ganzen Veranstaltung eine absolut „unspießige“ Atmosphäre.“ Die "spießige" Atmosphäre hatte sie nämlich schon fast erwartet, bei einem Kongress im Landtag….


Nach Begrüßung und einem bewegten Start durch ein Aufwärmspiel folgte eine Rede von Landtagspräsidentin Karina Gödecke, dann ging es auch schon in die erste Workshop-Phase. Louisa und Jona hatten sich für das Thema Bildung entschieden, zur weiteren Auswahl standen Politik & Teilhabe, Umwelt, Wirtschaft, Freizeit und Offene Anliegen.
„Die Workshops waren wirklich gut, die Workshopleiter waren sehr nett und selbst auch jung, so zwischen Mitte 20 und Anfang 30. Das war klasse weil man eine gute gemeinsame Ebene zum diskutieren hatte und alles locker lief. Der Workshop Bildung war allerdings ziemlich voll und es wäre gut gewesen, auf einen größeren Raum ausweichen zu können.“
Nach der Mittagspause und der Vorstellung erster Ergebnisse im Plenarsaal ging es weiter mit Kreativworkshops, in denen die vorher formulierten Forderungen zum Beispiel in szenische Theatersequenzen und HipHop Darbietungen umgesetzt wurden. Wer keine Lust auf kreative Aktionen hatte, konnte aber auch diskussionsbasiert weiter arbeiten, wie zum Beispiel im Workshop Wirtschaft.


Zum Abschluss der Workshop-Phase gab es die Möglichkeit eines direkten Treffens mit Politikern um konkret mit ihnen zu diskutieren, Fragen zu stellen und Antworten zu bekommen. „Das sollte öfter stattfinden, auch auf kleinerer Kreisebene zum Beispiel. Es ist wichtig, dass man direkt mit Politikern reden kann, damit sie wissen, was wir jungen Leute wirklich möchten und brauchen. Dann fühlt man sich auch mehr ernst genommen.“
Ein wenig enttäuscht waren Louisa und auch Jona darüber, dass die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, die eigentlich selbst am Kongress teilnehmen wollte, dann schließlich doch verhindert war: „Sie haben dann einen Film mit ihr gezeigt, im Hintergrund ein Bild, von Kindern gemalt mit dem Wappen von NRW. Das sollte wohl zeigen, dass Kinder und Jugendliche ihr wichtig sind, aber schöner wäre es gewesen, sie wäre wirklich selbst da gewesen. Das hätte eher gezeigt, dass sie uns ernst nimmt.“


Im Abschlussplenum wurden dann die Ergebnisse aus den Workshops vorgestellt, es wurde gerappt und geschauspielert. Zu jedem Thema hatten sich im Laufe des Tages drei Forderungen ergeben, die in einem Umschlag dem Chef der Staatskanzlei NRW Franz-Josef Lersch-Mense überreicht wurden.
Sarah Primus, Vorsitzende des Landesjugendringes NRW verabschiedete die Jugendlichen dann mit einer motivierenden Rede, die klar machte, dass der Kongress nur ein Zwischenschritt war, dass mit der Politik zusammen an der Umsetzung der aufgestellten Forderungen gearbeitet wird und dass die Kampagne „umdenken-jungdenken!“ auf lokaler Ebene fortgesetzt wird. „Nach dem Jugendkongress startet nun die nächste Phase unter dem Motto „jungdenken…lokal“. Ein erster Schwerpunkt liegt auf den Kommunalwahlen“, erläutert Sarah van Dawen, Referentin für Jugendpolitik, den weiteren Weg der Initiative. „Wir haben den Jugendlichen und ihren Verbänden vor Ort Taschen mit vielen Aktionsideen und Erklärungen rund um kommunale Jugendpolitik gepackt. Denn vor Ort entscheidet sich vieles von dem, was für das Leben junger Menschen relevant ist.“
Eine Dokumentation des Jugendkongresses wird ca. Mitte/Ende März vom Landesjugendring veröffentlicht und momentan ist eine Nachklangveranstaltung mit Ministerin Ute Schäfer im Herbst in Planung.
Auch Louisa hofft:“ Ich wünsche mir, dass auch wirklich auf unsere Forderungen eingegangen wird. Wenn jetzt weiter nichts passiert, dann wäre das schon sehr enttäuschend.“

Wer sich an der Kampagne lokal beteiligen möchte, findet Infomaterial auf der Homepage unter:
http://www.umdenken-jungdenken.de/lokal/materialien.html

oder wendet euch einfach an uns, dann stellen wir Kontakte her und helfen weiter….

Fotos und Videos vom Kongress findet ihr auf folgender Seite:

http://www.umdenken-jungdenken.de/presse/jugendkongress.html



Jugendforum "Freizeit& Ehrenamt"

....die ersten Impressionen....




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Das Jugendforum - es geht voran...

Hier könnt ihr euch die Flyer anschauen und herunterladen, die auch großzügig im Kreis verteilt werden.....

Der "große" Info- und Anmeldeflyer...

Die Visitenkarte zum Forum...



Projekt 2013 - Das Jugendforum zum Thema "Freizeit & Ehrenamt"

Ein Projekt im Rahmen der Kampagne "umdenken-jungdenken!" des LJR NRW

Der Schwerpunkt des Jahreskonzeptes des Kreisjugendring Herford e.V. liegt im Jahr 2013 auf der Organisation und Durchführung eines Jugendforums zum Thema „Freizeit & Ehrenamt“ im Rahmen der Kampagne „umdenken – jungdenken!“ des Landesjugendring NRW. Das Angebot richtet sich an Jugendliche und Multiplikatoren aus dem Kreis Herford. Ziel des Forums ist die Formulierung von konkreten politischen Forderungen, die von zwei jugendlichen Delegierten im Januar 2014 bei einem landesweiten Jugendkongress vorgetragen werden.

Durch immer engere Zeitfenster in der Freizeit der Jugendlichen bleibt vielen nicht mehr viel Freiraum um sich ehrenamtlich zu engagieren. Dabei bietet oft gerade die ehrenamtliche Tätigkeit die Möglichkeit soziale Kompetenzen zu entwickeln, sich auszuprobieren, zu scheitern und Erfolge zu verbuchen, fernab von jeglicher schulischen Leistung und Benotung.

Wie wichtig ist ehrenamtliche Tätigkeit für Jugendliche, welche Möglichkeiten haben sie noch diese auszuüben und welche Rahmenbedingungen wünschen sich Jugendliche, um sich ehrenamtlich zu engagieren?

Wie sind die Perspektiven für Vereine und Verbände?

Das sind die Fragen, die im Laufe des Jahres diskutiert, verhandelt und beantwortet werden sollen.

Als Auftakt werden die Mitgliedsverbände und Interessierte aus der Jugendarbeit im Kreis Herford zu einem Fachtag im Mai eingeladen. Hier wird Karin Wehmeyer die Ergebnisse der Studie „Keine Zeit für Jugendarbeit“ der TU Dortmund vorstellen. Außerdem wird das Konzept und Thema des darauf folgenden Jugendforums vorab präsentiert. Diese Veranstaltung ist als Einführung in das Thema gedacht. Ziel ist es, die Mitgliedsverbände zu animieren aktiv nach Teilnehmern unter ihren jugendlichen Ehrenamtlichen zu suchen und diese auf das Forum vor zu bereiten.

Am Samstag, 23. November findet dann das Forum statt. Veranstaltungsort ist das Elisabeth von der Pfalz Berufskolleg in Herford unter dem Aspekt durchaus auch angehende Erzieher/Innen in das Forum mit ein zu beziehen.

Nach einer Einführung in das Thema wird es nach dem Open Space Prinzip zwei Arbeitsphasen geben, unterbrochen von einer Mittagspause.

Gestärkt durch Pizza geht es dann in die zweite Arbeitsphase zu deren Schluß die Ergebnisse veröffentlicht und die zwei Delegierten für den Jugendkongress im Januar 2014 gewählt werden.

In der Nachbereitung des Forums wird eine Dokumentation erstellt und mit den gewählten Delegierten zusammen findet eine Vorbereitung auf den Jugendkongress im Januar statt.



Fachabend "Keine Zeit für Jugendarbeit!?" am 05.07.2013 im Kreishaus Herford

An diesem Abend hat Karin Wehmeyer, eine der „Macherinnen“ der Studie „Keine Zeit für Jugendarbeit!?“ des Forschungsverbundes Deutsches Jugendinstitut und Technische Universität Dortmund uns einen Überblick über die Ergebnisse gegeben.

Bei uns allen in den Jugendverbänden, engagieren sich aktuell rund sechs Millionen junge Menschen.
Aber bleibt im Leben Jugendlicher – neben G8, Ganztagsschule, den Möglichkeiten des Web 2.0 u.a. – noch ausreichend Zeit für die Teilnahme und das ehrenamtliche Engagement in der Jugendarbeit? Und was tun Jugendverbände (-initiativen und -vereine) um mit möglichen Veränderungen im Leben Jugendlicher umzugehen?

Diese Fragen wurden im Frühjahr 2012 mittels einer Online-Befragung an ehrenamtliche und hauptberufliche Mitarbeitende aus Jugendverbänden gestellt. Veränderungsprozesse in den Strukturen der Verbände wie auch dem persönlichen Engagement von ehrenamtlichen Mitarbeitenden infolge einer sich verändernden Jugendphase sollten nachgezeichnet werden.

Die Studie hat in der Fachpraxis offensichtlich „einen Nerv getroffen“, was an der starken Beteiligung aus der gesamten Bandbreite der Jugendverbände deutlich wird.

Im Anschluß an die Präsentation der Studie war Zeit für Fragen und Diskussion, die auch rege statt gefunden hat.

HIER könnt ihr in das Exzerpt des Abends reinlesen...

Letzte Änderung:
20.10.2017

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